Das war Midcentury 2009 in Deutschland… (Mehr Text folgt)
Midcentury in 2009
31. Dezember 2009Beethovenhalle nach 50 Jahren wieder abreissen?
30. November 2009Die Bonner Beethovenhalle feierte dieses Jahr ihr 50jähriges Jubiläum, steht seit Jahren unter Denkmalschutz und soll nun aber doch abgerissen werden. Die Pläne einiger Investoren sehen einen Neubau an ausgerechnet der Stelle vor, an der heute die Beethovenhalle steht.
Nachkriegsarchitektur findet neue Freunde
31. Oktober 2009In Münster werden diese Tage neue Nutzer für den Kiffe-Pavillon gesucht, nachdem Karstadt Sport als Mieter wegfällt. Ein Umbau ist geplant und das schöne an diesen Planungen ist, dass der Umbau zu einem guten Teil ein Rückbau wird.
Bausünden, die den Charakter des Pavillons in den vergangenen Jahrzehnten verwässert haben, sollen verschwinden und das Erscheinungsbild soll wieder mehr so sein wie in den 1950er Jahren. Soweit es sich mit der zukünftigen Nutzung vereinbaren lässt.

Ein anderer, kleinerer Opel-Verkaufsraum aus den 1950er Jahren, darin zeitgenössische Opel Rekord und Kapitän.
Bausünden, die den Charakter des Pavillons in den vergangenen Jahrzehnten verwässert haben, sollen verschwinden und das Erscheinungsbild soll wieder mehr so sein wie in den 1950er Jahren. Soweit es sich mit der zukünftigen Nutzung vereinbaren lässt.
40 Jahre Mondlandung – Raketendesign in den 1960ern
31. Juli 2009
In Bearbeitung….
Hier ein Video, das die Stimmung zur Zeit der ersten Mondlandung sehr schön einfängt, damals blickte die Welt noch voller Bewunderung nach Amerika, dem “Land der unbegrenzten Möglichkeiten”. Zu sehen ist das amerikanische Raumfahrtprogramm von den Mercury-Raumflügen mit John Glenn über die Apollo-Missionen bis zum Space-Shuttle. Mit dem Erstflug der “Enterprise” im Jahr 1977 (nur athmosphärisch) ist das Space-Shuttle ein echtes Kind der 1970er Jahre und somit gerade eben noch “midcentury”:
Tatsächlich röhrende Hirsche
28. Juni 2009Heute bin ich beim Surfen auf diesem blog http://blog.fohrn.com/?p=608 auf das Angebot Bootleg Objects von zwei Designern aus Frankfurt aufmerksam geworden. Es werden alte Hifi-Anlagen aus dem Midcentury dahergenommen und moderne Technologie in sie hineinverpflanzt. Am Ende der Operation kann eine “Audio 1 Kompaktanlage” von Braun dann Internetradio wiedergeben. Toll.
1962 war es eine großartige Idee, eine Hifi-Anlage nicht wie die typische Musiktruhe in Nußbaum aussehen zu lassen. 2009 einem MP3-Player das Gehäuse einer alten Hifi-Anlage zu geben, ist so originell wie Nußbaum 1962. Ich meine, die Idee spielt in einer Liga mit der mittlerweile nicht mehr existenten Styling Garage Hamburg und ihren Erzeugnissen.
Eine weitere Gemeinsamkeit neben dem “tollen” Design ist der Preis: Die zum MP3-Player/Internetradio mutierte Braun-Anlage ist schon ab 12.000 € bei der Stylinggarage Frankfurt Bootleg Objects zu haben…
Braun-Design geht auf Tournee durch Museen der Welt
14. Juni 2009
Radio im Braun-Design. Foto: Nite_Owl
Im Design der 1950er und 1960er Jahre spielte die Firma Braun eine wichtige Rolle und erhielt viele Auszeichnungen. Jetzt geht eine Ausstellung mit Geräten aus der Zeit von Dieter Rams bei Braun auf Reise durch Museen auf der ganzen Welt. Dieter Rams hat zusammen mit seinen Kollegen eine Vielzahl von Alltagsgeräten entworfen, vom Feuerzeug über Küchenmaschninen bis zur HIFI-Anlage. Bei mir stehen als Erbstücke noch ein Haartrockner und eine Saftschleuder zum Gebrauch bereit und funktionieren bis heute einwandfrei. Alte Braun-Geräte findet man heute immer wieder auf Flohmärkten oder im Internet zum Verkauf angeboten; es hat sich eine kleine Sammlergemeinde rund um “Braun” entwickelt.
Gutes Design heißt nicht nur gutes Aussehen am Tag der Vorstellung, sondern ein Äußeres, das über viele, viele Jahre nicht “alt” aussieht und eine Konstruktion, die jahrelangen Gebrauch ohne Ausfälle mitmacht!
Die Ausstellung ist letzen Monat unter dem Titel “Less and More. The Design Ethos of Dieter Rams” in Osaka gestartet und wird 2010 in Frankfurt zu sehen sein. Falls ich zu dem Zeitpunkt in Frankfurt bin, werde ich mir die Ausstellung sicher ansehen. (Das letzte mal war ich 2000 oder 2001 in Frankfurt)
Gibt es charmante Betonbauten?
31. Mai 2009
Blau-Gold-Haus in Köln. schützenswerte Midcentury-Architektur
In diesen Tagen feiert die Bundesrepublik ihr 60jähriges Jubiläum und es wird der Blick auf die Anfangszeit der aktuellen Inkarnation von “Deutschland” gelenkt. Damals gelang einer Architektur der Durchbruch, die auch in Weimar und Dessau erfunden wurde und dann im Exil in Übersee heranreifte. Nach Vertreibung der Architekten durch die Nazis. Die Rede ist von der Architektur in der Traditon des Bauhaus, bei uns meist als Nachkriegsarchitektur vertreten. Vorkriegs-Exemplare dieser Architektur gibt es nur sehr vereinzelt…
Diese Gebäude sind in die Jahre und aus der Mode gekommen, der Abriss droht. In Berlin preist der Kunsthistoriker Adrian von Buttlar den Charme der Betonstelzen und kämpft für die Erhaltung der Nachkriegsarchtektur. Ich meine, es gibt ganz sicher erhaltenswerte Nachkriegsarchitektur aber um Neues zu ermöglichen, darf die nächsten ein, zwei Jahrzehnte gerne die Abrissbirne einschlagen. Nachkriegsarchitektur entstand damals oft auf Kosten von Wohnbebauung aus der Gründerzeit oder früher. Das Ergebnis war die sogenannte “Autogerechte Stadt”, die uns heute so viel Probleme bereitet. Es fehlt an bezahlbarem und lebenswertem Wohnraum in der Stadt. Nachkriegsarchitektur funktioniert vor allem als Bürogebäude oder Zweckbau. Als Wohnbebauung hat die Nachkriegsarchitektur in epischer Weise versagt – ein Blick in Viertel wie bspw. Steilshoop oder Osdorfer Born in Hamburg zeigt es deutlich.
Es bleibt also zu wünschen, dass die erhaltenswerte Midcentury-Architektur in ihren Spitzenexemplaren geschützt wird. 08/15-Bauten und Plattenbauwucherungen sollten aber Platz machen für Wohnen in der Stadt!
Willkommen bei midcentury.de
23. Mai 2009Hier startet ein blog zum Thema Midcentury. Midcentury ist ein Stil in der Architektur und im Design, der in den USA etwa von 1935 bis 1975 aktuell war. In Europa hat sich der Stil so richtig erst mit dem Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg durchgesetzt.
Was ist das eigentlich für ein Bild im header dieses blogs?
Gezeigt wird ein Ausschnitt des Dachs der Kongresshalle Berlin. Die Kongresshalle wurde von 1956-1957 erbaut, Architekt war der Amerikaner Hugh Stubbins.
